Weltweites Verbot von Amalgam hat es 2013 nicht gegeben

Das wegen des Quecksilbergehaltes umstrittene Zahnfüllmaterial Amalgam sollte eigentlich im Laufe dieses Jahres weltweit von den Vereinten Nationen angekündigt worden. Bisher ist dieses Verbot nicht realisiert worden – die Entscheidung wurde auf das kommende Jahr vertagt. In den skandinavischen Ländern wurde der Verbrauch von Amalgam inzwischen stark eingeschränkt; auch in Deutschland wurde und wird im Rahmen von EU-Umweltschutzbestimmungen darüber diskutiert, Amalgam als Füllstoff zu reduzieren und schließlich komplett zu vermeiden.

Amalgam wird auch aus Kostengründen eingesetzt

Die unterschiedliche Einschätzung der Gefahr von Amalgam hat dazu geführt, dass die EU-Expertengespräche bisher nicht zu einem einhelligen Gutachten geführt haben – und eben auch nicht zu einem weltweiten Verbot. Neben den kontrovers diskutierten gesundheitlichen Nebenwirkungen des Quecksilbers, das im Amalgam enthalten ist, spielt auch die Kostenfrage eine Rolle. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in der Regel nur die Kosten für dieses Füllmaterial; entscheidet sich der Patient für Keramik, Gold oder Kunststoff, muss er zuzahlen. Es bleibt abzuwarten, ob das kommende Jahr die lange angekündigte Entscheidung für das weltweite Verbot bringen wird.