Was ist Amalgam?

Das zahnärztliche Amalgam wurde das erste Mal 1820 verwendet und hat sich seitdem von seiner Zusammensetzung kaum verändert und ist heute in der Form noch in vielen Mündern und Praxen zu finden.

Das Amalgam entsteht durch das Vermischen von sogenannten Triturien, ein Teil (50%) ist reines Quecksilber, der zweite Teil ist eine Feilmischung aus verschiedenen Metallen (40% Silber, 32% Zinn, 33% Kupfer, 5% Indium, 3% Quecksilber). Diese Bestandteile werden vermischt, erlangen eine feste Form und werden als solche in den Zahn eingebracht und nach dem Aushärten kräftig poliert.

VOR- UND NACHTEILE.
Die Vorteile von Amalgam sind die einfache Verarbeitung. Amalgam ist ein sehr tolerantes Füllungsmaterial, welches sich in der Mundhöhle sehr einfach und schnell verarbeiten lässt, im Gegensatz zu den adhäsiven Füllungsmaterialien wie z. B. Kunststoff, bei welchen man die Zähne in einer besonderen Art vorbehandeln muss und die Zähne zu 100% trocken sein müssen.

Des Weiteren ist es ein sehr günstiges Material und hat eine sehr lange Haltbarkeit.

Die Nachteile des Amalgams ist zum einen der ästhetische Aspekt. Es ist dunkelgrau, nicht zahnfarben und sticht besonders an Unterkieferzähnen hervor.

Aber viel wichtiger ist der Nachteil der Inhaltsstoffe des Amalgams, die verschiedenen Metalle, besonders das Quecksilber.

Dieses kann durch unsere Körperwärme verdampfen, kann sich aus der Füllung lösen, wenn es mit Heißem oder Saurem im Kontakt kommt, oder einfach durch das Kauen, besonders das nächtliche Knirschen und Pressen. In dieser freien Form gelangt es in unsereren Körper, wo es von verschiedenen Geweben aufgenommen wird.

Ein weiterer Nachteil des Amalgams ist, dass es der Umwelt schadet, weshalb es von unserem „gesunden“ Mund aus direkt in den Sondermüll muss.

WAS MACHT DAS QUECKSILBER ?
Hat sich das Quecksilber aus der Füllung gelöst, kann es als nun freie Form in unseren Körper gelangen und lagert sich in Darm, Leber und besonders im Nervengewebe ab.
Schwermetalle, besonders das Quecksilber, belasten den Stoffwechsel, hemmen gewisse Enzymaktivitäten sowie die Mitochondrienfunktion, die Kraftwerke unserer Zellen, belasten unser Immunsystem und bilden freie Radikale.

Des Weiteren ist Quecksilber plazentagängig, was bedeutet, dass es von der Mutter ungehindert zum Ungeborenen gelangen kann, weshalb wir bei Schwangeren auch von Krankenkassenseite her kein Amalgam verwenden dürfen.

Man kann sich leicht vorstellen, dass all dies eine enorme Belastung für unseren Körper darstellen kann.

So ist es auch verständlich, dass in Ländern wie Russland, ganz Skandinavien und Teilen der USA Amalgam verboten ist.

In Deutschland ist dieses Füllungsmaterial immerhin Sondermüll!

SYMPTOME EINER QUECKSILBERVERGIFTUNG (Merkurialismus).
Die Symptome einer chronischen Quecksilbervergifung können sehr unterschiedlich sein.
Je nach den Schwachpunkten im Körper der einzelnen Patienten reichen die Symptome von Kopfschmerzen über chronische Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Depressionen bis hin zu Schlafstörungen oder auch Verwirrung.

Physisch können des Weiteren Beschwerden der Nasennebenhöhle, entzündetes Zahnfleisch oder auch Muskelbeschwerden auftreten.

AMALGAM RICHTIG ENTFERNEN!
Bei einer Amalgamsanierung wird der zu behandelnde Bereich zunächst betäubt, dann werden die alten Amalgamfüllungen mit einem speziellen Bohrer entfernt. Um Sie vor dem dabei freiwerdenden Quecksilber zu schützen, legen wir Ihnen während der Behandlung das sogenannte Kofferdamgummi um. Dies ist ein spezieller Schutz, dank welchem wir sämtliches Amalgam sicher absaugen können, ohne dass etwas davon in Ihren Mund, Rachen gelangt und Sie es verschlucken könnten. Des Weiteren bekommen sie von uns eine Sauerstoffmaske aufgesetzt, um Sie auch vor den sich bildenden Dämpfen zu schützen. Die nun wieder entstandenen Löcher werden entweder mit einem anderen Material oder einem Inlay versehen. Als alternatives Material zu den Amalgamfüllungen kommt Keramik oder auch Komposit zum Einsatz. Keine der beiden Alternativen enthält Metall, somit sind sie zahnfarbener und damit auch ästhetischer. Nach dem Entfernen von einer oder auch mehreren Amalgamfüllungen bekommen Sie von uns Natriumthiosulfat zum Spülen, welches Schwermetalle bindet. Des Weiteren sollten Sie nach dem Entfernen von Amalgamfüllungen Selen-Globuli einnehmen, welches ebenso Schwermetalle bindet. Wir begleiten Sie natürlich auch bei der Schwermetallausleitung, welche einen genau so wichtigen Teil der Amalgamsanierung darstellt. Hierzu beraten wir Sie gerne in Ruhe und ausführlich bei uns in der Praxis.

TESTVERFAHREN
Um herauszufinden, ob auch bei Ihnen eine Schwermetallbelastung vorhanden ist, und zu schauen wie hoch diese ist, gibt es verschiedene Testmethoden.

Zum einen gibt es die sogenannte Chelat-Therapie. Hierbei wird Ihnen per Infusion ein Chelatbildner verabreicht, hier kommen Komplexbildner wie EDTA oder DMSA zum Einsatz, welche das Schwermetall binden und über den Urin wieder ausgeschieden werden, so kann man die gebundenen Schwermetalle im Labor bestimmen.

Des Weiteren gibt es verschiedene energetische Testverfahren, wie z. B. die Kineosologie oder den Biotensor.

AUSLEITUNG
Die Schwermetallausleitung ist neben dem Entfernen der Amalgamfüllung ein genauso wichtiger Teil, denn das Quecksilber, welches sich über die Jahre in Ihrem Körper eingelagert hat, hat eine Halbwertszeit von ca. 25 Jahren. So lange tragen Sie es ohne eine Ausleitung weiterhin in sich und es schädigt Ihren Körper. Für die Ausleitung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum einen kann man die Schwermetalle über den Chelat-bildner DMAS, welcher per Infusion gegeben wird, ausleiten. Daneben gibt es das homöopathische Verfahren, bei welchem Sie oral verschiedene Nosoden zu sich nehmen. Auch diese binden die Schwermetalle und so werden diese wieder ausgeschieden. Des Weiteren gibt es die Phönixentgiftungskur sowie die naturheilkundlichen Verfahren. Hierbei steht die Ausleitung nach Dr. Klinghardt im Vordergrund. Auch hier nehmen Sie Stoffe zu sich, welche die Schwermetalle binden und so wieder ausgeschieden werden. Zum einen ist dies die Süßwasseralge Chlorella, diese kann das Schwermetall, welches im Gewebe, besonders im Verdauungskanal, gelagert ist, binden.

Des Weiteren enthält die Alge einen hohen Anteil an Chlorophyll, welches zusätzlich freie Radikale fängt, die Darmtätigkeit regulieren kann und entwässert. Des Weiteren nehmen Sie Bärlauch zu sich. Bärlauch enthält in einer hohen Konzentration Schwefel, welches unser Körper für die Produktion von verschiedenen Enzymen, wie z. B. der Gluthation benötigt. Diese ist für die Entgiftung des Körpers sehr wichtig, haben wir zu wenig Schwefel, ist die Entgiftung geschwächt, so wird diese von Bärlauch unterstützt. Als drittes nehmen Sie noch Koriander zu sich, diese bindet die Schwermetalle aus dem Nervensystem.

Wir haben für Sie einmal die 14 wichtigsten Punkte für eine gute Amalgamsanierung zusammengefasst:

  1. Mit dem Patienten vorher die notwendigen Kosten festlegen und besprechen, wie es hinterher weitergeht. Teilzahlungsangebot.
  2. Vorher die Risiken des Amalgamentfernens besprechen.
  3. Den mitbeteiligten Arzt, Heilpraktiker/Therapeuten informieren.
  4. Ausbohren mit rotem Winkelstück und Hartmetallbohrer, damit möglichst große Brocken entfernt werden und nicht zu viel Amalgamstaub entsteht.
  5. Kofferdam zum Abdecken der Mundhöhle, damit kein Amalgam verschluckt wird.
  6. Sauerstoff mit leichtem Überdruck mit einer weichen Nasensonde, damit der Quecksilber-haltige Amalgamreststaub nicht über die Nasenschleimhäute wieder eingeatmet wird.
  7. Spezielle Schwermetallabsauger für den Absaugvorgang.
  8. Nach dem Ausbohren Mund spülen mit Natriuthiosulfat (bindet Schwermetalle).
  9. Anschließend Selen-Globuli einnehmen (bindet Schwermetalle).
  10. Das Behandlungszimmer permanent gut belüften.
  11. Einige Amalgamteilchen aufheben für die spätere Ausleitung durch Ihren Therapeuten.
  12. Als Übergangsfüllung vorher Zemente oder Kunststoff einsetzen (nicht sofort die endgültige Versorgung wie Gold oder Keramik).
  13. Spezieller Nasen-Mundschutz für Helferin und Zahnarzt.
  14. Eine spezifische individuelle Ausleitung planen, austesten und durchführen.


Dies gilt sinngemäß für alle Schwermetallentfernungen in der Praxis C. Meyer-Hamme.