EU-Kommission

Amalgam: Laut EU-Kommission nur im Worst Case gefährlich

Kürzlich hat der Beratungsausschuss der EU-Kommission seine Stellungnahme zu den Gesundheits- und Umweltauswirkungen von Amalgam veröffentlicht. Ergebnis: Die Gefährdung ist vergleichsweise gering. Nur bei einem „Worst-Case-Szenario“ kann dem Gutachten zufolge nicht ausgeschlossen werden, dass Risiken für die Gesundheit und die Umwelt bestehen, heißt es. Anfang März hatte der wissenschaftliche Beratungsausschuss für Gesundheits- und Umweltrisiken der EU- Kommission die endgültige Version seiner Stellungnahme zu den Gesundheits- und Umweltauswirkungen von Amalgam angenommen.

Forschungsbedarf bei alternativen Zahnfüllungen

Das Gutachten bestätige damit die Ergebnisse einer vergleichbaren Studie aus dem Jahr 2008. Die EU-Experten raten allerdings dringend dazu, die Forschung zu alternativen Füllmaterialen auszubauen. Seit geraumer Zeit wird über ein europaweites Verbot von Amalgam nachgedacht. Befürworter sind skandinavische EU-Mitgliedstaaten wie Schweden, das bereits auf nationaler Ebene ein solches Verbot umgesetzt hat. Eine andere Studie, mit der die französische Firma BIOIS beauftragt worden war, war im Sommer 2012 zu dem Ergebnis gekommen, dass innerhalb der EU aus Gründen des Umweltschutzes ein vollständiges Amalgamverbot notwendig sei.