Amalgam muss raus – und was kommt rein?

Amalgam wird von fast allen Zahnärzten nicht mehr als Füllmaterial benutzt. Und wer noch alte Amalgamfüllungen in seinem Gebiss hat, möchte sie gerne loswerden. Das ist an sich kein Problem, was die Amalgamentfernung selbst betrifft. Dieser Vorgang zieht allerdings die Frage nach sich: was sol es denn sein? Mit welcher Füllung soll das Amalgam ersetzt werden? Auf jeden Fall sollte es möglichst eine Füllung sein, die frei von Metall ist. Sogar Gold, das kostspielige Luxus-Füllmaterial, ist davon betroffen. Metallfüllungen jeder Art können allergische Reationen auslösen oder sogar gesundheitliche Probleme verursachen. Von Gold zum Beispiel weiß man, dass es den natürlichen Entgiftungsprozess des Körpers unterbrechen kann. Das ist jedoch kein Problem, denn es gibt eine Vielzahl von Zahnfüllstoffen, die keinerlei Metall enthalten. Es sind andere Kriterien, die man bei der Auswahl berücksichten muss.

Von Zement bis Keramik – für jeden Geldbeutel gibt es eine Füllung

Der finanzielle Aspekt ist für viele Patienten auschlaggebend. Dennoch sollte man zunächst einmal überprüfen, ob man den gewünschten Füllstoff auch verträgt. Es existieren diverse Testverfahren für Füllstoffe wie Zement, Kunststoff und Keramik. Einen solchen Test legt man am besten in die Hände eines Experten. Zahnarztpraxen verfügen in der Regel über die entspechenden Informationen und können die gewünschten Adressen weitergeben. So vermeidet man als Patient, dass man sich eine Ersatzfüllung für das entfernte Amalgam einsetzen lässt und sich später erweist, dass man das gewählte Material nicht verträgt. Dann ist auch die kostengünstigste Wahl zu teuer gewesen. Abgesehen davon, dass man sich ein weiteres Mal der zahnmedizinischen Prozedur unterziehen muss.

Die endgültige Lösung nach dem Amalgam

Es gibt Zahnärzte, die eine provisorische Füllung nach der Amalgamentfernung empfehlen. Doch diese sind in der Minderheit. Es hat sich aus zahnmedizinischer Sicht erwiesen, dass es wesentlich besser für den Patienten ist, umgehend die endgültige Füllung einzusetzen. Eine einfache Kunststoff-Füllung ist keine so gute Wahl, denn diese ist nur wenige Jahre haltbar. Außerdem verfärbt sie sich und bildet winzige Spalten, in denen sich Bakterien ansiedeln können. Kompositfüllungen bestehen aus 20% Kunststoff und 80% Keramikpulver. Sie halten bis zu zehn Jahren und haben die Nachteile der einfachen Kunststoff-Füllungen nicht. Inlays aus Keramik werden nicht direkt in den Zahn hinein geformt, sondern außerhalb des Mundes. Der Zahnarzt erstellt einen Abdruck und versorgt den Zahn mit einem Provisorium, bis er das endgültige Inlay nach etwa zwei Wochen einsetzt. Keramik-Inlays halten mindestens 15 Jahre, verfärben sich nicht und bieten einen hohen Tragekomfort.